{"id":1056,"date":"2022-11-02T09:22:12","date_gmt":"2022-11-02T09:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/jdh.cuco.dev\/?page_id=1056"},"modified":"2023-09-05T13:41:40","modified_gmt":"2023-09-05T13:41:40","slug":"der-weg-der-jdh","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jdh.lu\/de\/ueber-uns\/der-weg-der-jdh\/","title":{"rendered":"Geschichte der JDH"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row css=&#8220;.vc_custom_1650880504255{padding-top: 5% !important;padding-bottom: 5% !important;}&#8220;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Struktur&#8220; font_container=&#8220;tag:div|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;pre-heading&#8220;][vc_custom_heading text=&#8220;Organisationsstruktur der Jugend- an Drogenh\u00ebllef&#8220; font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Im Jahr <strong>1986<\/strong> wurde die Jugend- an Drogenh\u00ebllef (JDH) a.s.b.l gegr\u00fcndet.<br \/>\nZun\u00e4chst bestand eine Konvention mit dem Familienministerium, sp\u00e4ter zus\u00e4tzlich auch mit dem Gesundheitsministerium.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Seit <strong>1994 <\/strong>bestehen, neben einer Konvention mit dem Gesundheitsministerium (s.u.), zus\u00e4tzliche Konventionen f\u00fcr spezifische Aufgaben mit einzelnen Gemeinden des Landes. Im Jahr <strong>1998<\/strong> wandelte der Verein seine Rechtsform in eine Stiftung um.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_row_inner css=&#8220;.vc_custom_1667383011021{margin-bottom: 3% !important;}&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Entwicklung und T\u00e4tigkeitsbereiche der Jugend- an Drogenh\u00ebllef&#8220; font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Beratung&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Im Jahr <strong>1986<\/strong> startete die JDH ihre Beratungst\u00e4tigkeit mit vier Mitarbeiter:innen: ein Psychologe, ein P\u00e4dagoge, ein Erzieher und eine administrative Kraft bildeten das Ursprungsteam. Die ersten Beratungen fanden in den damaligen B\u00fcros in der Rue du Fort Wedell statt. Anfangs bot die Beratungsstelle Unterst\u00fctzung durch Informations- und Beratungsgespr\u00e4che f\u00fcr Konsumierende illegaler Drogen, f\u00fcr Angeh\u00f6rige, sowie f\u00fcr deren soziales und professionelles Umfeld an.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;1257&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Neue Wege in der Drogenarbeit:<br \/>\nSubstitution (Methadonprogramm) und niederschwellige Angebote (Streetwork, \u201eoffene T\u00fcr\u201c)&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Eine erste Ausweitung des Angebotes fand im Jahr <strong>1989<\/strong> statt. In Kooperation mit dem Gesundheitsministerium wurden Stellen ausgeschrieben \u201edans la lutte contre le SIDA et la toxicomanie\u201c. Dies als eine konkrete Antwort der Politik auf die, sich in den 80er Jahren ausbreitende, Immunschw\u00e4chekrankheit AIDS.<br \/>\nIn dieser Zeit wurde international zunehmend (drogen)akzeptierende Arbeit, erg\u00e4nzend zu den bereits bestehenden abstinenzorientierten Konzepten, eingef\u00fchrt. Unter dem Begriff \u201eharm reduction\u201c erfolgten Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Konsumierende, um Erkrankungen, soziale Destabilisierung und Beschaffungskriminalit\u00e4t von Drogenabh\u00e4ngigen entgegenzuwirken.<br \/>\nUnser ambulantes Angebot einer Beratungsstelle wurde in diesem Sinne um ein aufsuchendes und durch ein kombiniertes medizinisches und psychosoziales erweitert: Streetwork und Methadonprogramm.\u00a0 Diese neuen Behandlungsans\u00e4tze waren dazu bestimmt, der aufkommenden Viruserkrankung AIDS entgegenzutreten und geeignete Hilfsangebote f\u00fcr die Konsument:innen bereitzustellen. Neu waren die Angebote eines Spritzentausches und einer medizinischen Alternative f\u00fcr Heroinkonsument:innen, das Medikament\u00a0 Methadon zur Substitution \u00a0in fl\u00fcssiger Form.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;1269&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Methadonprogramm&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Substitution mittels Methadon als Ersatzprodukt f\u00fcr Heroin, sollte eine pr\u00e4ventive Wirkung gegen die Ausbreitung des HIV-Virus innerhalb der Population der intraven\u00f6s Konsumierenden haben.<br \/>\nUnser Methadonprogramm war anfangs sehr hochschwellig angelegt und es standen insgesamt nur wenige Behandlungspl\u00e4tze in der Stadt Luxemburg und in Esch-sur-Alzette zur Verf\u00fcgung. Nachdem der positive Effekt einer Methadonsubstitution im Sinne einer Verminderung des Drogenkonsums, Reduktion der Beschaffungskriminalit\u00e4t und zunehmende psychosoziale Stabilit\u00e4t in umfangreichen Evaluationsstudien belegt werden konnte, erfolgte eine stetige Ausweitung und Differenzierung des Methadonprogramms.<br \/>\nIn den nachfolgenden Jahren konnten neben einer eigenen Ausgabestelle der JDH in Esch-sur-Alzette im Jahr <strong>1992<\/strong>, auch Apotheken und niedergelassene \u00c4rzt:innen f\u00fcr die Mitarbeit gewonnen werden, wobei diese die Substitution bei psychisch und sozial stabilen Konsument:innen auch dezentral durchf\u00fchren konnten. Hierdurch wurde im Verlaufe der Zeit eine weitgehend fl\u00e4chendeckende Substitutionsbehandlung\u00a0 in Luxemburg erm\u00f6glicht.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;1261&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Streetwork und \u201eOffene T\u00fcr\u201c&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Ebenfalls im Jahr <strong>1989<\/strong> wurde, als Erg\u00e4nzung zur Beratungsarbeit, der sogenannte aufsuchende Ansatz in Form von Streetwork in Esch-sur-Alzette eingef\u00fchrt.\u00a0 Verbunden mit dem Gratisangebot von Pr\u00e4servativen und Spritzentausch, wurden die Konsumierenden offensiv in ihrem Lebensfeld aufgesucht, ein f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse neuer Ansatz in der Drogensozialarbeit.<br \/>\nHinzu kamen ab <strong>1990<\/strong> unsere ersten R\u00e4umlichkeiten in Esch-sur-Alzette. Zun\u00e4chst als niederschwellige Anlaufstelle konzipiert, eine erste \u201eoffene T\u00fcr\u201c als Hintergrundeinrichtung zum Streetwork. Beide Angebote sollten den Klient:innen die Kontaktaufnahme bzw. den Zugang zur JDH erleichtern.<br \/>\nIm Rahmen des Angebotes einer \u201eoffenen T\u00fcr\u201c konnten Drogenkonsumierende die R\u00e4umlichkeiten der JDH ohne Termin aufsuchen. Hier k\u00f6nnen sie seither Getr\u00e4nke und kleine Snacks zu sich nehmen, bei Bedarf duschen und ihre Kleidung waschen.\u00a0 Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sie sich mit eventuellen Anliegen an die anwesenden Mitarbeiter:innen der JDH wenden. Auf diese Weise soll fr\u00fchestm\u00f6glich Kontakt mit den Klient:innen hergestellt und die Inanspruchnahme von psychosozialer Unterst\u00fctzung erleichtert werden.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Nationales Engagement&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Die urspr\u00fcngliche Konvention mit dem Familienministerium wurde im Jahr <strong>1994<\/strong> abgel\u00f6st. Auf Beschluss der Regierung sollte fortan einzig das Gesundheitsministerium mit einem Drogenkoordinator f\u00fcr alle Angebote im Suchtbereich zust\u00e4ndig sein.<br \/>\nIn enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium wurden die weiteren erg\u00e4nzenden Angebote von Jahr zu Jahr geplant, koordiniert und umgesetzt. Von Anfang an wurde viel Wert auf eine gute Kooperation mit dem Ministerium und den, auf dem gleichen Gebiet agierenden, Partnern im Netzwerk gelegt.<br \/>\nDie zunehmende Differenzierung der Hilfsstrukturen insgesamt f\u00fchrte auch dazu, dass es seitens des Ministeriums zur Ausarbeitung von mehrj\u00e4hrigen Aktionspl\u00e4nen kam.<br \/>\nDie Jugend- an Drogenh\u00ebllef wurde als starker und zuverl\u00e4ssiger Partner immer mit in diese Planung einbezogen und setzte nach und nach neue Ideen in Projekten, sp\u00e4ter in ganzen Abteilungen (Services) um.<br \/>\nIm Laufe der Jahre gr\u00fcndeten sich unter Mitinitiative der JDH weitere spezialisierte Angebote. In diesem Zusammenhang seien nur die nationale Pr\u00e4ventionsstelle CePT (heute CNAPA) wie auch das Angebot an minderj\u00e4hrige Konsument:innen \u201eMSF-Solidarit\u00e9 -Jeunes\u201c (heute Service Impuls im Rahmen der Organisation SOLINA), erw\u00e4hnt. Im Rahmen unserer Weiterentwicklung orientierten wir uns &#8211; in Absprache mit dem Gesundheitsministerium und den betreffenden Gemeinden &#8211; an den Grunds\u00e4tzen einer Spezialisierung und Regionalisierung unserer Angebote.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;1265&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; onclick=&#8220;link_image&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Niederschwellige Arbeit im Kontakt 25 bzw. Kontakt 28&#8243; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Im Jahr <strong>2000<\/strong> wurde im Bahnhofviertel der Stadt Luxemburg die niedrigschwellige Anlaufstelle namens \u201eKontakt 25\u201c die sp\u00e4ter, nach einem Umzug, in \u201eKontakt 28\u201c (K28) umbenannt wurde, er\u00f6ffnet. In diesem Treffpunkt k\u00f6nnen vollj\u00e4hrige Drogenkonsumierende auch ohne Abstinenzwunsch zwanglos und ohne Termin vorbeikommen. Hier k\u00f6nnen sie ihrem Bed\u00fcrfnis des t\u00e4glichen Bedarfs an Nahrung oder Hygiene nachgehen. Neben der Erf\u00fcllung von Grundbed\u00fcrfnissen findet Pr\u00e4vention zur F\u00f6rderung risiko\u00e4rmeren Gebrauchs von Drogen (safer-use), z.B. via Spritzentausch und risikoarmer Sexulalpraktiken (safer-sex), statt. Auf Wunsch erfolgt Suchtberatung und Orientierung zu weiterf\u00fchrenden Angeboten.<br \/>\nDas zugrundeliegende Prinzip dieser Form der niederschwelligen Arbeit liegt in der M\u00f6glichkeit eines unverbindlichen Kennenlernens mit nachfolgendem Aufbau einer Vertrauensbeziehung. Oft ergibt sich hieraus die M\u00f6glichkeit einer Sozialbetreuung und, je nach individueller Situation, weiterf\u00fchrender Ma\u00dfnahmen im interdisziplin\u00e4ren Team.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Betreutes Wohnen&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Das inhaltliche Angebot der JDH wurde im Jahr <strong>2000<\/strong> durch den Service Les Niches &#8211; Betreutes Wohnen erg\u00e4nzt. Diese lang geplante und durchdachte Initiative war eine Reaktion auf die zunehmende Schwierigkeit unseres Klientels, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Dass die Gr\u00fcndung dieses Angebots n\u00f6tig war, konnten wir im Rahmen unserer 20+1 Jahre-Feier im Oktober 2021 dokumentieren und pr\u00e4sentieren. Der Service Les Niches nahm im Laufe der letzten Jahre eine rasante Entwicklung. Es ist der guten Arbeit im Netzwerk zu verdanken, dass wir auch heute immer noch bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr unsere Klient:innen finden.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Medizinisches Angebot&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Im Jahr <strong>2002<\/strong> konnten wir, f\u00fcr das in den vergangenen Jahren gewachsene Angebot des Methadonprogramms, einen Arzt einstellen. Durch die Mitwirkung des Arztes wurde der medizinische Aspekt unserer Angebote insgesamt gest\u00e4rkt und die Versorgungssicherheit der Klient:innen verbessert. Auch dieser Bereich ist mittlerweile dabei, sich zu einem eigenst\u00e4ndigen Angebot, dem Service M\u00e9dical zu entwickeln.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Service Parentalit\u00e9&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Im Jahre<strong> 2003<\/strong> erweiterten wir unser Angebot um den Service Parentalit\u00e9. Diese Ausweitung war eine logische Entwicklung angesichts der Tatsache, dass in der Beratung zusehends mehr konsumierende schwangere Frauen vorstellig wurden. \u00a0Die Gr\u00fcndung unseres neuen Service Parentalit\u00e9 sollte sich dieser Situation und aufkommenden Problematik annehmen und Hilfsangebote entwickeln, die es den Kindern drogenkonsumierender und \u2013abh\u00e4ngiger Eltern erm\u00f6glichen sollte, sich in einem m\u00f6glichst positiven Umfeld zu entwickeln. Diesen Rahmen so weit wie m\u00f6glich zu garantieren, die Elternkompetenz zu unterst\u00fctzen, ist neben der F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung der Kinder zum Schwerpunkt des Service geworden.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Beratung und \u201eOffene T\u00fcr\u201c im Norden Luxemburgs&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Ebenfalls im Jahr <strong>2003<\/strong> starteten wir in Ettelbr\u00fcck ein erstes Beratungsangebot f\u00fcr den Norden des Landes. Diese Beratungstelle wurde im Jahr <strong>2014<\/strong> durch den Service Contact Nord im Bahnhofsviertel erg\u00e4nzt. Seither bieten wir dort dreimal in der Woche einen niederschwelligen Zugang in Form eines Kontaktladens an. Dar\u00fcber hinaus arbeitet hier unserer Beratungsstelle nach Terminabsprache. Im Bedarfsfall werden die R\u00e4umlichkeiten zus\u00e4tzlich von Service Parentalit\u00e9 und Service Les Niches genutzt. Somit sind, mit Ausnahme des Substitutionsprogramm, dessen Ausweitung derzeit geplant wird, alle Abteilungen der JDH im Norden des Landes aktiv.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;MOPUD\/Xchange &#8211; Mobiles Angebot&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]In R\u00fccksprache mit dem Gesundheitsministerium, riefen wir im Jahr <strong>2015<\/strong>, zusammen mit den Partnerorganisationen Croix-Rouge luxembourgeoise (HIV-Berodung) und CNDS (Abrigado), das mobile Projekt MOPUD\/Xchange ins Leben. In einem Kleinbus der HIV-Berodung bieten wir mobile und dezentrale Angebote zu den Themen HIV und Hepatitis. Aktuell ist der Bus einmal w\u00f6chentlich in Esch-sur-Alzette und alle 14 Tage in Differdange.<br \/>\nDa es an einer geeigneten Stellfl\u00e4che f\u00fcr den Bus im Bahnhofsviertel der Stadt Luxemburg fehlt, bieten wir seit Herbst <strong>2021<\/strong> einmal pro Woche ein entsprechendes Angebot au\u00dferhalb der regul\u00e4ren \u00d6ffnungszeiten in unseren R\u00e4umlichkeiten im Kontakt K28 an, um f\u00fcr unserer Klientel auch abends erreichbar zu sein.<br \/>\nAktuell laufen Verhandlungen mit mehreren Nordgemeinden und einer S\u00fcdgemeinde, um dort in Zukunft weitere mobile Anlaufstellen anbieten zu k\u00f6nnen.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Ausweitung der Substitution:<br \/>\nSubstitution mit pharmazeutischem Heroin&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]In unserem Hauptsitz in Luxemburg starteten wir im Jahr <strong>2017, <\/strong>zus\u00e4tzlich zur \u201eklassischen Substitution\u201c mit Methadon, mit dem Pilotprojekt TADIAM ein neues Angebot. Hierbei erfolgt die Substitution mit synthetischem Heroin, welches die Betroffenen unter Beobachtung ein- bis zweimal t\u00e4glich in Form von Tabletten in der Ausgabestelle vor Ort einnehmen.<br \/>\nDie Ziele dieser heroingest\u00fctzten Behandlung sind vielf\u00e4ltig. Neben einer medizinisch-psychosozialen Stabilisierung inklusive der Pr\u00e4vention von HIV-, Hepatitis- und weiterer drogenbedingter Erkrankungen, soll der Konsum anderer illegaler Drogen und die damit verbundene Beschaffungskriminalit\u00e4t bzw. Prostitution reduziert werden. Dar\u00fcber hinaus soll diese Ma\u00dfnahme dazu beitragen, die soziale Integration zu verbessern und die Arbeitsf\u00e4higkeit der substituierten Personen zu f\u00f6rdern.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Das Maison Kangourou &#8211; Betreutes Wohnen f\u00fcr Schwangere und Familien mit Kleinkindern:&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Infolge der akuten Wohnungsnot und fehlender adaptierter Wohnstrukturen, denen der Service Parentalit\u00e9 bei drogenkonsumierenden Schwangeren bzw. bei Eltern mit (Klein)kindern begegnete, wurde im Jahre <strong>2019 <\/strong>das Maison Kangourou er\u00f6ffnet. In seinen 3 Wohneinheiten bietet es jenen abh\u00e4ngigen Eltern zeitlich begrenzt Unterkunft (1-2 Jahre), die bereit sind, die mit dem Aufenthalt verbundene sozial-p\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung konstruktiv zu nutzen und intensiv an der Bindung ihrem Kind zu arbeiten.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Ausweitung der niederschwelligen Arbeit: Drogenkonsumraum&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Zus\u00e4tzlich zu unseren bisher bestehenden niedrigschwelligen Anlaufstellen im Zentrum von Esch-sur-Alzette und in Luxemburg-Stadt, er\u00f6ffneten wir im Herbst<strong> 2019<\/strong> den Service Contact in Esch-Lallange. Damit gibt es \u2013 neben dem Abrigado (CNDS) in Luxemburg-Stadt \u2013 einen zweiten offiziellen Konsumraum im Land.<br \/>\nNach Einschreibung und bei Anwesenheit von Pflegepersonal, k\u00f6nnen die Konsumr\u00e4ume zum intraven\u00f6sen und inhalativen Konsum von illegalen Drogen genutzt werden. Dies erm\u00f6glicht nicht nur, die Konsumierenden f\u00fcr die Risiken des Drogengebrauchs zu sensibilisieren, sondern es erlaubt zus\u00e4tzlich, den Konsum unter hygienisch korrekten Bedingungen durchzuf\u00fchren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die M\u00f6glichkeit des medizinisch geschulten Personals, beim Auftreten von (lebens)gef\u00e4hrlichen Folgen des Drogenkonsums, der bis zu t\u00f6dlichen \u00dcberdosen reichen kann, sofort vor Ort professionell zu intervenieren.<br \/>\nDieser Konsumraum ist Teil eines integrierten Projekts. In einem gro\u00dfen Aufenthaltsraum stehen den Konsument:innen Getr\u00e4nke und kleinere Speisen zur Verf\u00fcgung, dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sie verschiedene Spiel- und Freizeitangebote nutzen. Das multiprofessionelle Team bietet Beratung bei pers\u00f6nlichen, medizinischen und administrativen Problemen an.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;ViTo &#8211; \u00c4ltere Konsumierende&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_column_text]Bedingt durch verst\u00e4rkte niederschwellige Angebote, durch Substitution und flankierende Sozialarbeit, zeigte sich im Laufe der Jahre eine zunehmende Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes der Klientel. Da die Konsumierenden im Schnitt heute \u00e4lter werden als fr\u00fcher, treten zunehmend Langzeitsch\u00e4den aufgrund eines l\u00e4ngeren Konsumzeitraums in Erscheinung. Hierdurch r\u00fcckte das Thema der \u201e\u00e4lteren Konsument:innen\u201c (ViTo= <strong>Vi<\/strong>eux <strong>To<\/strong>xicomanes) mehr und mehr in den Fokus, sodass wir uns aktiv an einem mehrj\u00e4hrigen europ\u00e4ischen Projekt, welches sich speziell der Thematik der \u00e4lteren Drogenabh\u00e4ngigen widmete, beteiligten. Seither arbeiten die Abteilungen \u201eContact&#8220;, \u201eSubstitution&#8220; und \u201eLes Niches&#8220; in diesem speziellen Bereich eng zusammen.<br \/>\nIm Jahr <strong>2020<\/strong> konnten wir f\u00fcr dieses Aufgabengebiet eine Stelle mit einer Krankenpflegerin besetzen. Ihre Aufgabe ist es, sich um die Bed\u00fcrfnisse der \u00e4lteren Konsument:innen \u00a0zu k\u00fcmmern und ein Netzwerk zu deren Versorgung aufzubauen.[\/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_separator][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Suchtberodung online&#8220; font_container=&#8220;tag:h4|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]Anfang des Jahres <strong>2020<\/strong> starteten wir in Kooperation mit den Partnerorganisationen CNAPA und IMPULS die \u201eSuchtberodung online\u201c. Diese Mailberatung ist mittlerweile ein st\u00e4ndiges Angebot f\u00fcr Klient:innen, die gerne im schriftlichen Austausch \u00fcber ihre Situation kommunizieren. Zum Teil ist sie auch ein erster Einstieg in das Drogenhilfesystem \u00fcberhaupt und wird erg\u00e4nzend zu pers\u00f6nlichen Terminen genutzt.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;1267&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; onclick=&#8220;link_image&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1667402659253{padding-top: 5% !important;padding-bottom: 5% !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1651582141244{margin-bottom: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;padding-right: 35px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][vc_single_image image=&#8220;1150&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; el_class=&#8220;rounded&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1667402573960{margin-bottom: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;R\u00fcckblick und Ausblick&#8220; font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die JDH in den mittlerweile 36 Jahren ihres Bestehens stetig den aufkommenden Bed\u00fcrfnissen seiner Klientel angepasst hat.\u00a0 In enger Absprache mit dem Gesundheitsministerium, den Gemeinden, der Oeuvre Grande Duchesse Charlotte, sowie mit dem Fonds de Lutte contre certaines formes de criminalit\u00e9, wurden immer wieder neue konstruktive und kreative Ans\u00e4tze in die Arbeit der JDH aufgenommen und realisiert.<br \/>\nIn unsern sechs Abteilungen, die jeweils ganz unterschiedliche Bereiche der Drogenarbeit abdecken, sind inzwischen \u2013 Stand Sommer <strong>2023<\/strong> \u2013 insgesamt 76 Mitarbeiter:innen unterschiedlichster Berufsgruppen aktiv.<br \/>\nDie gesamte Arbeit findet mittlerweile in einem weit verzweigten nationalen Netzwerk statt, wobei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden zunehmend mehr Bedeutung zukommen wird. Der Grundsatz der Dezentralisierung und Spezialisierung wird weiter verfolgt, stellt uns aber gerade beim Suchen geeigneter R\u00e4umlichkeiten mit barrierefreiem Zugang und guter Erreichbarkeit f\u00fcr die Nutzer:innen vor gro\u00dfe Probleme.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row css=&#8220;.vc_custom_1650880504255{padding-top: 5% !important;padding-bottom: 5% !important;}&#8220;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Struktur&#8220; font_container=&#8220;tag:div|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;pre-heading&#8220;][vc_custom_heading text=&#8220;Organisationsstruktur der Jugend- an Drogenh\u00ebllef&#8220; font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Im Jahr 1986 wurde die Jugend- an Drogenh\u00ebllef (JDH) a.s.b.l gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst bestand eine Konvention mit dem Familienministerium, sp\u00e4ter zus\u00e4tzlich auch mit dem Gesundheitsministerium.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Seit 1994 bestehen, neben einer Konvention mit dem Gesundheitsministerium (s.u.), zus\u00e4tzliche Konventionen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":30,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1056","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1056"}],"version-history":[{"count":82,"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2968,"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1056\/revisions\/2968"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/30"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jdh.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}